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Österreich geht immer. Ob im Sommer oder im Winter, wir lieben das Land einfach. Das Essen, die Berge und seine schöne Städte wie Wien oder Salzburg sind uns immer eine Reise wert. Am liebsten verbringen wir unser Skiurlaube in Österreich. Mindestens zwei Mal im Jahr heißt es für uns Skier einpacken und ab in die österreichischen Alpen. Zum vierten Mal sind wir nun in Gerlos, im schönen Zillertal in Tirol gewesen. Das schneesichere Skigebiet, die Kinderskischule und das Kinderhotel haben uns einfach überzeugt. Es ist nicht mein Lieblingsskigebiet, das ist und bleibt seit Jahren unangefochten Serfaus-Fiss-Ladis mit seinem hübschen, fast autofreien Dörfchen Serfaus, aber es ist das einzige, das bisher mithalten konnte!

Das Kinderhotel 

Was ich an Kinderhotels liebe, ist u. a. das sie alles im Haus haben. Man braucht keinen Kinderwagen oder Babybrei mitzunehmen. Eigentlich nimmt man neben der Bekleidung nur Windeln und Feuchttücher mit. Wir ziehen immer in das Kinderhotel Almhof ein. Das familiengeführte Hotel verspricht „Wir machen kleine und große Gäste glücklich“ und es stimmt wirklich. Die Kinder fühlen sich sehr wohl und können sich frei bewegen. Sie freuten sich täglich wieder in den Kinderclub gehen zu dürfen, was bei unseren nicht selbstverständlich ist. Jeden Tag gab abwechslungsreiches Programm wie Muffins backen, Bastelaktionen, Kinderschminken. Kinder, die nicht in die Skischule gingen kamen jeden Tag raus an die frische Luft, bauten Schneemänner oder besuchten die Ponys. Alle Kinderbetreuer waren immer liebevoll und gut gelaunt. Die Servicekräfte im Restaurant waren nie genervt, wenn unsere Kinder beim Abendessen mal wieder auf dem Boden verteilten oder einen Wutanfall hatten.

Spa & Restaurant

Während unsere Kinder in der Skischule oder in der Kinderbetreuung waren waren wir entweder selbst auf der Piste oder entspannten uns im Wellnessbereich. Ich hatte zwei Mal die Zeit mich massieren zu lassen und konnte in der Sauna ausspannen. Das Essen war jedes Mal ein Traum. Ich bin ja nicht so der Frühstücksmensch, weil ich morgens vor 10/11 Uhr meistens keinen Hunger habe, aber beim Abendessen konnte ich mich echt glücklich essen. Es werden überwiegend hochwertige Bio-Lebensmittel aus der Umgebung verwendet und man wird dank eines großzügigen Vorspeise-, Salat- und Käsebuffets immer satt. Hauptgang und Nachtisch bestellt man meistens à la Carte, was ich super finde. Dann ist man nicht andauernd damit beschäftigt Essen zu holen sondern kann sich bei einem Glas Wein auch angenehm unterhalten. Für die Kinder öffnet etwa eine Stunde vorher schon das Kinderbuffet und für die Babys kann man sich entweder ein Gläschen nehmen oder ihnen einen frischen Brei kochen lassen.

Location

Das Skigebiet ist nicht vor der Tür, man muss ein paar Minuten fahren. Aber es gibt einen Shuttlebus, der am Hotel hält und die Gäste alle 15 Minuten ins Dorfzentrum kutschiert. Die Zimmer und Suiten sind alle sehr schön alpin und modern eingerichtet. Bisher hatten wir die Jumbo Loft Suite und zwei Mal die Wechselspitzsuite. Dieses Mal war endlich mal die Kamin Suite frei, die immer belegt war, wenn wir in den Urlaub wollten. Sie hat uns so gut gefallen, dass wir sie fürs nächste Jahr wieder reservieren wollten, ist aber schon wieder belegt… Generell ist das Hotel fast immer ein Jahr vorher schon in den Schulferienzeiten ausgebucht. Da wir ab Sommer nur noch in den Schulferien urlauben können, mussten wir jetzt schon für die Osterferien 2018 reservieren. Das Hotel ist sehr beliebt und hat sehr viele Stammgäste, weil es einfach konstant gut ist, man sich immer willkommen fühlt und die gesamte Familie glücklich macht!

Die Kinderskischule

Das Hotel arbeitet mit Michi’s Skischule zusammen. Für die ganz kleinen ab 2 Jahren gibt es einen „Mini-Carver“-Kurs, der 50 Minuten geht und am Hotel stattfindet. Hermine nahm zwei Mal an diesem Kurs teil. Natürlich lernen die Kinder dort nicht Skifahren, aber sie stehen auf Skiern und bekommen so ein Gefühl dafür wie man sich auf ihnen bewegt. Es wird auch gespielt und die Lehrer sind wirklich lieb und gehen auf individuell auf die Kleinsten ein. Bei dem „Mini-Carver“-Kurs für 2-3 jährige darf ein Skilehrer nur zwei Kinder unterrichten, da die kleinen doch etwas mehr Aufmerksamkeit und Hilfestellung brauchen.

Skikurse für 4-6 jährige

Balthazar machte den „Bambini“-Kurs, der auch am Hotel stattfindet. Am vierten Tag beherrschte er den Skipflug und durfte mit seiner Skilehrerin auch auf den großen Berg in Gerlos, allerdings auf den Anfängerhügel. Er freute sich sehr, dass er die Seilbahn nehmen durfte und zeigte uns stolz was er gelernt hatte. Otto hatte bereits im letzten Skiurlaub etwas Skifahren gelernt und verbrachte nur einen Tag auf dem hoteleigenen Skiberg. Am zweiten Tag durfte er mit den „Minis“ auf den Berg und übte das Bremsen und Kurven auf der blauen Piste. Die Skikurse der Jungs gingen pro Tag 4 Stunden und sie waren vier Mal dabei. Es wurde aber nicht nonstop skigefahren. In der Halbzeit gab es eine Mittagspause, in der sie mit ihren Lehrern und den anderen Kindern auf einer Hütte aßen und sich ausruhen konnten. Wir haben einige Skischulen in den letzten Jahren kennengelernt.

Gruppengröße

Was mir an dieser Skischule so gut gefällt, ist das die Gruppen klein sind und die Lehrer sehr aufmerksam sind. Die Rundumbetreuung stimmt auch. Die Schüler werden im Hotel abgeholt und wieder zurück gebracht. Es ist nie eine Anfängergruppe alleine auf der Piste unterwegs. Immer wenn wir geguckt haben war ein zweite oder dritte Kleingruppe dabei. Das beruhigte mich, weil ich mir dann einreden konnte, dass wenn was passieren sollte ein zweiter Lehrer in der Nähe ist. Aber es ist zum Glück nichts passiert!

Das Skigebiet

Gerlos, das zur Zillertal Arena gehört, liegt auf 1300 Höhenmeter und mit Seilbahn und Sessellift kommt man auf 2500 Höhenmeter. Damit gilt das Skigebiet als schneesicher. Es hat 143 Pistenkilometer, einen Snow Fun Park und eine Abfahrt in den Ort. Wir sind von Gerlos nach Zell am Ziller, Königsleiten und auf die Gerlosplatte gefahren, die besonders für Anfänger gut geeignet ist, gefahren. Auf verschiedenen urigen Hütten haben wir zu Mittag gegessen oder einfach nur die Aussicht genossen. Da wir die Woche nach den Weihnachtsferien gebucht hatten waren die Pisten frei und wir konnten entspannt Skifahren ohne lang an den Liften zu stehen. An einem Abend haben wir Apres Ski gemacht. Leider war das eine Bar, deren Zielgruppe Niederländer waren. Es lief nur holländische Schlagermusik, aber mit ein paar Schnäpsen ließ sich das aushalten…

Familienzeit

Wir haben auch eine schöne Zeit als Familie verbracht. Wir waren Schlittenfahren oder verbrachten viel Zeit im Schaukelzimmer und tranken Kakao und aßen Kuchen. Manchmal hingen wir einfach nur in unserem Zimmer ab, weil wir platt vom Skifahren waren und unterhielten uns ohne Zeitdruck und die Kinder erklärten uns ihre Welt. Hermine erzählte mir z. B. als was sie eigentlich nebenbei arbeitet. Ich wusste garnicht, dass sie Pizza ausliefert… Gut, dass wir die Zeit hatten darüber zu reden! Eine Woche ist viel zu kurz. Wir waren alle traurig, dass wir abreisen mussten. Aber wir freuen uns auch auf unseren nächsten Skiurlaub und der kommt sehr bald!

Seid Ihr auch so gerne in den Bergen?